Kinderbibeltage in Balhorn

Altbischof bittet Kinder um Predigtunterstützung
Kinderbibeltage in Balhorn

Bad Emstal-Balhorn, 5.10.2011 – selk– „Ich bin ein Bibelentdecker“: Diese Worte singend zogen am Sonntag, 25. September, die Kinder der Balhorner Kinderbibeltage, die von der örtlichen Kirchengemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) veranstaltet wurde, in die Kirche ein. Unter dem Motto „Auf den Spuren von Elia“ hatten die 24 Kinder drei Tage lang biblische Geschichten über Elia gehört und gesehen: mit biblischen Erzählfiguren, als kleines Theaterstück der Mitarbeiterinnen, in den Liedern. Gemeinsam waren Raben gebastelt – weil Raben Elia in der Wüste versorgt haben –, Wanderstöcke geschnitzt – weil Elia so viel unterwegs war, meist auf der Flucht – und das Brot der Witwe von Zarpat nachgebacken worden. Viel Spaß hatten die Kinder auch an einer Dorf- und Elia-Rallye sowie am Suchen von Fußspuren. Und über alle Entdeckungen und Erfahrungen fanden viele Gespräche statt.

Im gut besuchten Gottesdienst konnte die Gemeinde die Ergebnisse dieser spannenden Tage sehen und hören. In einem kurzen Anspiel und Liedern berichteten die Kinder von Elias Ängsten und Zweifeln und davon, wie Gott doch immer bei ihm war. Altbischof Dr. Diethardt Roth (Melsungen) bat die Kinder um Unterstützung bei seiner Predigt: Gemeinsam erzählten sie der Gemeinde Elias Geschichte, deren Stationen auch auf einer Leinwand für alle sichtbar wurden.

Die Kinder und das Team um Sprengelkantorin Nadine Vollmar (Niedenstein) erhielten wohlverdienten, kräftigen Applaus.
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Festgottesdienst mit Bezirkssängerfest in Klitten

Weihe des Gemeindehauses der Johannesgemeinde in Klitten
SELK: Festgottesdienst mit Bezirkssängerfest

Klitten, 17.10.2011 – selk – Bei strahlendem Herbstwetter feierte die St. Johannesgemeinde Klitten der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am gestrigen Sonntag mit zahlreichen Gästen die Weihe ihres neu erbauten Gemeindehauses. Ein Chor von 50 Sängerinnen und Sängern aus vier Gemeinden des Kirchenbezirkes Lausitz der SELK gestaltete im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Bezirkssängerfestes den Gottesdienst mit reichhaltiger Kirchenmusik. Propst Gert Kelter (Görlitz) ermunterte in seiner Festpredigt die etwa 250 Gottesdienstteilnehmenden zu fröhlichem und getrostem Glauben.

Während der Geistlichen Musik am Nachmittag wurde die Weihe des Gemeindehauses vollzogen. Ein lichter Gemeindesaal mit 160 m² und intelligent angegliederten Funktionsräumen wurde in knapp einem Jahr zwischen Kirche und 1993 neu erbautem Pfarrhaus errichtet. Superintendent Michael Voigt (Weigersdorf) betonte in seinem Dank: Weil die Gemeinde erhebliche Eigenleistungen erbrachte, ein Viertel der Bausumme als Drittmittel einwarb und zudem bislang selbst mehr als ein Drittel der Bausumme spendete, kann man sich über den Segen, der mit dem Gemeindehaus in die Gemeinde gekommen ist, aus ganzem Herzen freuen.

Das ganze Fest stand unter dem Leitgedanken aus der Epistel des Sonntags: „Wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Römer 10, 9). Kirchenmusikalischer Höhepunkt des Bezirkssängerfestes war ohne Zweifel die Buxtehude-Kantate „Alles, was ihr tut“. Sie wurde von einem jungen Streicherensemble aus dem Kirchenbezirk und dem Organisten der St. Johannesgemeinde, Christoph Rehle, am Orgelpositiv begleitet, und souverän und frisch von Ulrich Schroeder (Dresden) dirigiert, bei dem die Vorbereitung und Gesamtleitung des gelungenen Bezirkssängerfestes lag.
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25 Jahre Bläsergruppe Hessen-Süd

Jubiläumskonzert in Dreihausen
SELK: 25 Jahre Bläsergruppe Hessen-Süd

Ebsdorfergrund-Dreihausen, 19.10.2011 – selk – Ein Vierteljahrhundert Bläsermusik zum Lob und zur Ehre Gottes: Die Bläsergruppe Hessen-Süd im Sprengel Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) feierte am 9. Oktober mit einem Jubiläumskonzert in der SELK-Kirche in Dreihausen ihr 25-jähriges Bestehen.

1986 wurde die Bläsergruppe vom damaligen Marburger Gemeindepfarrer Johannes Rehr gegründet. Nach Rehr folgten Pfarrer Johannes Ulrich (Jones) Schiller, der Theologiestudent Thorsten Mebus, die studierte Posaunistin Karin Schiller sowie der studierte Musiker und Theologiestudent Roland Johannes als Leiter der Bläsergruppe. Im vergangenen Herbst übernahm Martin Herrmann, studierter Posaunist aus Frankfurt/Main, den Dirigentenstab. In den vergangenen 25 Jahren musizierte die Bläsergruppe auf Kirchenmusikfesten auf Sprengel- und Bezirksebene und bei Konzerten in den Gemeinden der Kirchenbezirke Hessen-Süd und Hessen-Nord der SELK.

In der mit rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörern gefüllten Kirche in Dreihausen begeisterte das Ensemble mit Bläsermusik aus mehreren Epochen. Neben Stücken von Johann Sebastian Bach und Giovanni Gabrieli wurden auch Kompositionen von Traugott Fünfgeld, Anne Weckesser und vielen anderen zu Gehör gebracht. An der Orgel begleitete Doris Rudzinski (Allendorf/Lumda) die Bläsergruppe und die Gemeindelieder. Den liturgischen Teil des Konzertes hatte Pfarrer André Stolper (Dreihausen) übernommen.

Posaunenobmann Martin Schima (Altenstadt/Höchst) verlas Grußworte der ehemaligen Chorleiter und blickte in einer kurzweiligen Ansprache auf die letzten 25 Jahre zurück. Superintendent Michael Zettler (Frankfurt/Main) grüßte im Namen der beiden Kirchenbezirke die aktiven und ehemaligen Mitglieder der Bläsergruppe. Beim anschließenden Umtrunk in den Gemeinderäumen ließ man das Konzert und die vergangenen Jahre Revue passieren.
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Musical „Jona“ als Höhepunkt der Kindersingwoche in Weigersdorf

SELK: Fast so voll wie sonst zu Weihnachten
Musical „Jona“ als Höhepunkt der Kindersingwoche in Weigersdorf

Hohendubrau-Weigersdorf, 21.10.2011 – selk – „Ist hier denn schon Weihnachten!?“ Dieser spontane Ausruf eines Gastes gibt wieder, was spät kommende Besucherinnen und Besucher gestern bei ihrer Suche nach einem freien Platz in der Kirche der St. Trinitatisgemeinde in Weigersdorf empfunden haben mögen. Das Musical Jona mit dem bekannten Text des emeritierten Professors für Praktische Theologie und Dichters Klaus-Peter Hertzsch (Jena), komponiert von Detlef Schoener, wurde in der Weigersdorfer Kirche aufgeführt und hatte vor allem viele Familien aus dem Ort und der näheren Umgebung angezogen. Die über 40 Kinder der mit dem Musical zu Ende gehenden Kindersingwoche in Weigersdorf waren bestens präpariert und sangen und spielten unter der Leitung von Kantorin Katharina Hänel (Hohendubrau-Dauban) die in wunderschöne Reime gefasste biblische Geschichte von Jona, dem Propheten, der zuerst nicht nach Ninive aufbrechen wollte, um die Menschen dort vor Gottes Gericht zu warnen, dann aber von Gott doch dazu gebracht wird.

Die Sprechertexte wurden vom Görlitzer Schauspieler und Hochschullehrer Stefan Bley eindrucksvoll rezitiert. Kulissen, von den Kindern und ihren Helferinnen und Helfern kunstvoll gefertigt; ein Ruderboot und ein schnell wachsender und wieder vergehender Rizinus vervollständigten das Verkündigungsspiel. Und am Ende hörten alle Besucherinnen und Besucher die frohe Kunde, dass Gott Menschen lieber zur Umkehr ruft und sie rettet – als sie dem Verderben anheim zu geben.

Weitere Musikdarbietungen der Kinder vervollständigten das Programm des Konzertes, mit dem die Kindersingwoche zu Ende ging.
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Lutherische Bläsergruppe auf Norderney

Konzertprogramm mit gelungener Mischung

Norderney, 19.7.2009 – selk – Die alle 2 Jahre stattfindende Sommerfahrt der Lutherischen Bläsergruppe führte in diesem Jahr gut 20 Bläserinnen und Bläser auf die Nordseeinsel Norderney. Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Knake (Lage/Lippe) bestimmte das Einstudieren eines neuen musikalischen Programms den Inselaufenthalt des Bezirkschores im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Die Bläserinnen und Bläser gestalteten auch einen Gottesdienst in der Inselkirche mit und brachten ihr Programm bei einem Kurkonzert im Kurpark vor vielen Zuhörenden zu Gehör. Die örtliche Presse (Norderneyer Morgen) berichtete darüber unter besonderem Hinweis auf die gelungene Mischung des Programms aus geistlicher und moderner Bläsermusik. Neben Werken von Johann Sebastian Bach war das Programm wesentlich bestimmt durch – zum Teil christliche – Popularmusik des zeitgenössischen Komponisten Michael Schütz.
Andachten unter Leitung von Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau) bildeten den geistlichen Rahmen der gemeinsamen Tage, an denen auch Sport, Baden und andere gemeinschaftsfördernde Aktivitäten auf dem Programm standen.

Die Lutherische Bläsergruppe musiziert Teile des auf Norderney einstudierten Programms am 22. August in Bückeburg auf Einladung der Schaumburg-Lippischen Landeskirche bei deren 450-jährigem Jubiläum und gestaltet am 27. September das Kirchenmusikfest des SELK-Kirchenbezirks Niedersachsen-Süd in der Celler Stadtkirche mit.
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Bericht vom Posaunenfest 2009 in Krelingen

Gegenwartsbezogen und ausgesprochen kurzweilig

Krelingen (bei Walsrode), 14.6.2009 – selk – Mit dem gekonnt musizierten festlichen „Einzug“ des zeitgenössischen Komponisten Traugott Fünfgeld (* 1971) wurde am Vormittag das Posaunenfest des Sprengels Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Krelingen (bei Walsrode) eröffnet. Die Vormittagsveranstaltung fand ihren Abschluss in dem strahlenden Finale „Komm Gott Schöpfer“, komponiert und bearbeitet von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Georg Philipp Telemann (1681-1767). Der Gesamtchor der rund 300 Bläserinnen und Bläser unter Leitung von Wolfgang Knake (Lage) rahmte damit einen liturgisch umsichtig geplanten und kirchenmusikalisch sorgfältig vorbereiteten Gottesdienst, der durch die Mitwirkung der Kantorei „Capella Nova“ aus dem Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der SELK eine zusätzliche kirchenmusikalische Bereicherung erfuhr. Die „Capella“ gestaltete Teile der Liturgie und antwortete auf die Predigt zum Stichwort „Liebe“ überzeugend mit dem „Ubi caritas“ (Wo Güte und Liebe ist, da ist Gott.“) des zeitgenössischen Komponisten Rihards Cubra (* 1964), einer überaus hörenswerten Anleihe aus der lettischen Kirchenmusik.

In seiner Predigt thematisierte Pastor Dr. Peter Söllner (Celle) das Stichwort „Liebe“ und entfaltete in gegenwartsbezogener und ausgesprochen kurzweiliger Art Aspekte der Liebe Gottes wie auch der Liebe unter Menschen. Dabei wehrte er einerseits ein oberflächliches Verständnis des „lieben Gottes“ nach Art der „Hundebesitzerbeschwichtigungen“ – „Der tut nichts! Der tut nichts! Der ist ganz lieb!“ – ab und setzte dagegen, dass Gott Menschen mitunter durchaus „heilsam aus der Bahn werfen“ und gegen die vielerlei Ungerechtigkeiten in der Welt helfen könne. Gottes Liebe entspringe seinem eigenen Willen, nicht „Single“ zu bleiben, sondern sich der Menschen rettend und helfend anzunehmen. Diese Liebe zeige sich zugespitzt darin, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus zur Versöhnung zu den Menschen geschickt hat, um lebenswertes Leben im Horizont Gottes zu ermöglichen. Das Erkennen solcher Liebe leite an zu eigener Versöhnungsbereitschaft und Liebe, wie der promovierte Theologe im Blick auf die Liebe zwischen Ehepartnern und – dem Anlass angemessen – der Liebe zur Musik konkretisierte.

Neben der facettenreichen Ausgestaltung der Gemeindechoräle durch die Bläserinnen und Bläser erlebten die zahlreichen Gäste in der gut besetzten Glaubenshalle des Geistlichen Rüstzentrums mit der Darbietung der „Telemann-Suite“ – Air, Tranquillo und Con spirito – von Georg Philipp Telemann einen besonderen musikalischen Höhepunkt. Dass zu dem der SELK geschenkten kirchenmusikalischen Reichtum nicht nur die hohe Qualität des Musizierens, sondern auch das kompositorische Schaffen gehört, wurde im Programm daran deutlich, dass sich unter den Werkangaben die Namen von Kirchenmusikern aus den Reihen der SELK fanden: Otto Kaufmann (* 1927), Hermann Otto (* 1934) und Carsten Krüger (* 1978). Letzterer war als Dirigent der Capella Nova und des Teilchores mit Bläserinnen und Bläsern aus dem Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd auch aktiv an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt.

Im Rahmen der Abkündigungen verabschiedete Propst Johannes Rehr (Bad Essen-Rabber) den ausscheidenden Vorsitzenden des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises im Sprengel Nord, Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau), und würdigte dessen sechsjährigen Tätigkeit im Vorsitz des Gremiums, wozu unter anderem auch vielfältige Vorbereitungen der Sprengelmusikfeste gehörte hätten, positiv und dankbar. Struckmanns Nachfolger ist Pfarrer Wolfgang Schmidt (Hamburg).
Am Nachmittag wurde das Sprengelposaunenfest mit einer Geistlichen Musik fortgesetzt und abgerundet.

Sponsor stiftet 50 Mundstücke

Krelingen (bei Walsrode), 14.6.2009 – selk – In der Glaubenshalle des Geistlichen Rüstzentrums in Krelingen (http://www.grz-krelingen.de) fand am heutigen Sonntag das Posaunenfest des Sprengels Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) statt. Nach dem festlichen Gottesdienst am Vormittag (selk_news berichtete) fand die Veranstaltung mit der Geistlichen Musik am Nachmittag ihren Abschluss.

Nachdem am Vormittag der bisherige Vorsitzende des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises im Sprengel Nord der SELK, Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau) verabschiedet worden war, übernahm dessen Nachfolger, Pfarrer Wolfgang Schmidt (Hamburg), mit der Nachmittagsfeier direkt den Staffelstab und stellte sich in der Begrüßung als neuer Vorsitzender vor. Pastor Martin Westerheide, der Leiter des Geistlichen Rüstzentrums, wandte sich in einem Grußwort an die Festgemeinde und meinte mit Bezug auf die alttestamentliche Geschichte, in der mit Posaunenklängen um Jericho ziehende Priester den Fall der Stadtmauer bewirken, augenzwinkernd, er sei froh, dass die Bläserinnen und Bläser nicht um die Glaubenshalle herumziehen, sondern in ihr musizieren würden.

Als Gesamtchor und in Teilgruppen nach Kirchenbezirken musizierten die rund 300 Bläserinnen und Bläser ein anspruchsvolles – überwiegend zeitgenössisches – Instrumentalprogramm und gestalteten verschiedene Gemeindelieder musikalisch aus. Neben Wolfgang Knake (Lage) in der Gesamtleitung und in der Leitung der im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd beheimateten Lutherischen Bläsergruppe waren als Leiter der Teilgruppen Carsten Möller (Hohenzethen | Niedersachsen-Ost), Wilhelm Ebeling (Jaderberg | Niedersachsen-West) und Carsten Krüger (Bremen | Niedersachsen-Süd) beteiligt.

Die Worte zum Thema sprach Pfarrer Johannes Schröter (Kiel) und entfaltete in drei Beiträgen den Dreiklang des Nachmittagsmottos „Christus – Quelle, Brot und Licht“. Dabei betonte er die Einzigartigkeit der Quelle „Christus“, die auf Ewigkeit hin angelegt sei, hob zum Brotwort die sich von Anfang der Schöpfung an zeigende versorgende Art Gottes hervor, die sich im sakramentalen Brot des Abendmahls verdichte, und stellte der Erfahrung von Finsternis Christus als das Licht gegenüber, das Leben ermögliche, im persönlichen Leben ebenso wie im kirchlich-gemeindlichen.

Die Teilgruppen der drei Kirchenbezirke griffen die drei Motive des Themas auf und gestalteten jeweils einen Block mit Instrumentalstücken, zunächst die Gruppe Niedersachsen-Süd mit rhythmisch sehr anspruchsvollen Werken zum Motiv der Quelle. Es folgte die Gruppe Niedersachsen-Ost, die gerahmt von einer Intrade von Johann Hermann Schein (1586-1630) und der Choralfantasie „Lobet den Herren, allen die ihn ehren“ von Markus Leidenberger (* 1958) einzelne Strophen aus drei Christuschorälen interpretierte. Die Gruppe Niedersachsen-West begann mit dem bekannten Voluntary von John Stanley (1713-1786) und schloss mit dem gospelmäßigen Praise-Medley „Jesus, dein Licht“ von Hans-Joachim Eißler (* 1972).

Nachdem am Vormittag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Michaelis-Gemeinde Kalletal-Talle für den Kindergottesdienst gesorgt hatten, war dafür am Nachmittag ein Team der Dreieinigkeitsgemeinde Bad Essen-Rabber verantwortlich. Deren Gemeindepfarrer, Propst Johannes Rehr, hatte im Vorfeld die Firma Musik Produktiv (Ibbenbüren | http://www.musik-produktiv.de) als Sponsor gewonnen und für den Einsatz im Kindergottesdienst des Sprengelfestes 50 Mundstücke für Blechblasinstrumente erhalten. Diese Grundausstattung ließ aus dem Kindergottesdienst ein kleines Kinder-Posaunenfest werden, das am Ende gar zu einer Darbietung führte: Nach der Nachmittagsveranstaltung wurden die Erwachsenen vor der Halle von singenden und musizierenden Kindern mit dem Choralmotiv „Ein feste Burg ist unser Gott“ empfangen.
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Berichte von selk_news

Bericht zum Kirchenmusikfest in Celle

TEIL 1: „Das Evangelium ist Kampfansage, nicht Zuckerguss“
SELK: Bezirkssängerfest in Celle

Celle, 28.9.2009 – selk – Gemeinsam mit der hier beheimateten Mariengemeinde feierte gestern der Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) den Gottesdienst seines Kirchenmusikfestes in der Stadtkirche in Celle. Die Liturgie wurde gestaltet im Zusammenwirken von Gemeinde, Singchor und Instrumentalmusizierenden. Superintendent Markus Müller, Pfarrer im Pfarrbezirk Celle-Lachendorf der SELK, benannte als Inhalt des vorweggenommenen Michaelisfestes einen längst entschiedenen Kampf – dieser habe ganz andere Dimensionen als der Wahlkampf zur Bundestagswahl, die am selben Tag stattfand.
Die Epistel-Lesung aus der Offenbarung (Kapitel 12, Verse 7-12a) kam als Gesang zur großen Festgemeinde: Im Werk von Heinrich Schütz (1585-1672) „Es erhub sich ein Streit im Himmel“ stritten die vielen Stimmen – einträchtig – gegeneinander, um sich schließlich zur himmlischen Freude zu vereinen. Im Graduallied „Herr Gott, dich loben alle wir“ sangen Gesamtchor und Gemeinde nach verschiedenen Sätzen von der großen List des Teufels und von dem größeren Schutz der Engel.
Im Predigttext (Lukasevangelium, Kapitel 10, Verse 17-20) stehe kein Wort von Engeln, räumte Pfarrer Walter Hein (Rodenberg) ein. Die Engel stünden eher versteckt hinter den Erlebnissen der Jünger. „Das Michaelisfest ist zutiefst Christfest“, führte er aus. „Es ist keine offene Frage, ob alles zum Teufel geht und wir mit – oder ob die Engel uns hindurchbegleiten ins Paradies.“ Das Evangelium sei „Kampfansage, nicht Zuckerguss“. Gott stelle jeden von uns an seinen Platz. Und „wo wir uns ihm zur Verfügung stellen, wird der eine und andere von uns zum Engel werden – ganz ohne Flügel.“
Auch im weiteren Verlauf war der Gottesdienst unter der Gesamtleitung von Antje Ney (Hanstedt/Nordheide) und Carsten Crüger (Bremen) musikalisch reich ausgestaltet. Er mündete in das „Amen“ von John Rutter (*1945).
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TEIL 2: „Gottes Boten zeigen, wie es weitergeht“
SELK: Kirchenmusikfest Niedersachsen-Süd in Celle

Celle, 28.9.2009 – selk – Die Stadtkirche zwischen Fachwerkhäusern in der Altstadt von Celle bot Raum für die „Geistliche Chormusik“ am Nachmittag des gestrigen Kirchenmusikfestes des Kirchenbezirks Niedersachsen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). 700 Jahre steht dieses Gotteshaus, und kirchenmusikalische Werke aus dieser gesamten Zeitspanne kamen zu Gehör. Im Vorgriff auf das Michaelisfest am 29. September war das Thema ausgewählt: „Engel Gottes“.
Viele kirchenmusikalisch aktive Gruppen des Bezirkes waren beteiligt: der aus 80 Sängerinnen und Sängern der Gemeindechöre gebildete Gesamtchor, die Lutherische Bläsergruppe unter Wolfgang Knake (Lage), ein von Ute Rabe (Bielefeld) geleitetes Blockflötenensemble sowie aus Hannover die Bethlehem Voices mit Band, dirigiert von Susanne Gieger (Hannover). Matthias Müller (Groß Oesingen) ließ die Orgel in das Lob der Engel einstimmen. Und auch der Kinderchor unter Susanne Quellmalz (Königsee) sang und musizierte von den Engeln: Lebendig und engagiert vermittelten die Kinder, wie Engel heißen, aussehen, „zeigen, wie es weitergeht“, und wie wir einander zu Engeln werden können. Anschließend gingen die Nachwuchstalente gemeinsam mit der übrigen Kinderschar in die Kinderbetreuung, die wie der morgendliche Kindergottesdienst von einem Team um Alexandra Hoppenstedt (Celle) gestaltet wurde.
Mit den „Worten zum Thema“ führte Pfarrer Bernd Hauschild (Osnabrück) durch die gut besuchte Nachmittagsveranstaltung. Engel kämen in der Weihnachtsgeschichte gehäuft vor, doch die Menschen, denen sie begegnen, würden meist erschrecken, wenn plötzlich das Licht der Engel „alles sichtbar macht, auch die dunklen Flecken in meinem Leben“. Deshalb müsse erst einmal gesagt werden: „Fürchtet euch nicht.“ In diesem Fall wurde das natürlich gesungen, wie auch die weiteren Inhalte der weihnachtlichen Botschaft.
„Engel entschleunigen unser Leben, die sind für unseren Alltag da“, das zeigte Hauschild an biblischen Beispielen: Der Engel, der Petrus im Gefängnis weckt (Apostelgeschichte 12), fordert ihn erst einmal auf, sich Stück für Stück anzuziehen: Gürtel, Schuhe, Mantel. Der Engel im Alten Testament, der Elia unterm Wachholderstrauch weckt, fordert ihn erst einmal auf, zu essen und zu trinken. Gottes Engel brächten uns auf den Weg. Der sei oft zunächst unklar, doch wie in der Ostergeschichte könnten wir losgehen und über Leid und Schmerz hinaussehen, um schließlich beim Jubel über die Auferstehung anzukommen. Und dieser Osterjubel erklang dann in verschiedenen Variationen und riss die Festgemeinde mit.
„Engel haben etwas mit Gottvertrauen zu tun“, so hieß es am Ende des Themas. Wir dürften darauf vertrauen, dass uns Engel begegnen, dass Gott uns führt und leitet und dass jeder von uns auch Engel sein kann. Das geschehe oft ganz unaufgeregt und ohne Absicht – einfach durch die schlichte Lebensäußerung von Christinnen und Christen. Diese Inhalte und erneutes Gotteslob erklangen in modernen Melodien und Rhythmen, und alles mündete schließlich ein in das strahlende Gloria in D-Dur aus dem Magnificat von Johann Sebastian Bach (1685-1750).
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Zwei Berichte von selk_news

Bericht vom Ausbildungswochenende für Mitarbeitende im Sprengel-Jugendchor

Jugendchor im Sprengel Nord der SELK
Ausbildungswochenende für Mitarbeitende

Uelzen, 17.1.2009 – selk – Zum ersten Mal fand am 17. und 18. Januar 2009 ein Ausbildungswochenende für Mitarbeitende des im Sprengel Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) angesiedelten Jugendchores statt. Sechs Jugendliche, die mehrjährige Mitglieder des Jugendchores sind, trafen sich im Gemeindezentrum der Christusgemeinde der SELK in Uelzen, um sich weiterbilden zu lassen. Nach einer Phase intensiver Mitarbeit als Chorsängerinnen und -sänger entstand im Juli 2008 während einer Probenwoche in Hermannsburg der Wunsch, stärker in Leitungsaufgaben des Chores eingebunden zu werden. Diese Bereitschaft ernst zu nehmen und frühzeitig die Aus- und Fortbildung im Bereich der Kirchenmusik zu betreiben, ist das Anliegen von Sprengelkantorin Antje Ney (Hanstedt/Nordheide), die den Jugendchor im Sprengel Nord der SELK leitet.
Auf dem Programm des Aus- und Weiterbildungswochenendes stand eine breite Palette an Themen, die in großer Konzentration und Aufgeschlossenheit der Teilnehmenden bewältigt wurden. Dazu zählten: Stimmbildung, Tipps zur Gruppenleitung, Chorleitung, Harmonielehre, Gelegenheit zum ersten Einüben erlernter Fähigkeiten. Außerdem wurden die Zusammenhänge von Kirchenjahr und Kirchenmusik ins Gespräch gebracht und über den Umgang mit Chorliteratur zur Vorbereitung von Gottesdiensten informiert. Die einzelnen Arbeitseinheiten wurden von Antje Ney und Gottfried Heyn, Referent im Kirchenbüro der SELK in Hannover, vorbereitet und durchgeführt. Zum geistlichen „Atemholen“ versammelte sich die Gruppe zu Mittagsgebet und Abendandacht vor dem Altar der Christuskirche, über dem sich ein mehrere Meter breites Wandmosaik erhebt, das die Abendmahlsfeier Christi mit seinen zwölf Jüngern darstellt.
Die Mitgestaltung des Gottesdienstes am Sonntag durch zum Teil mehrstimmiges Musizieren rundet das Trainingswochenende ab.
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Eine Meldung von selk_news

Bericht vom Sprengelsängerfest in Krelingen

Ströme lebendigen Wassers

Krelingen (bei Walsrode), 23.9.2008 – selk – „Barmherzigkeit üben in der Nachfolge Jesu“ – Dazu ermutigte Pfarrer Klaus Bergmann (Wolfburg) als Festprediger am vergangenen Sonntag auf dem Sängerfest des Sprengels Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), das in der Glaubenshalle des Geistlichen Rüstzentrums in Krelingen stattfand.
Der Umgang Jesu mit dem Zöllner Matthäus diente dabei als Grundlage und Beispiel für die Zuwendung Jesu zu denen, die aus unterschiedlichen Gründen an den unterschiedlichen Rändern der Gesellschaft leben und die barmherzige Zuwendung brauchen.
Der Gedenktag des Evangelisten Matthäus als thematischer Bezugspunkt bildete den (liturgischen) Rahmen des Gottesdienstes und wurde vertieft durch ein musikalisch abwechslungsreiches Programm, das der Gesamtchor mit rund 350 Sängerinnen und Sängern der Kirchenbezirke Niedersachsen-Süd, -Ost und -West sowie der Jugendchor im Sprengel Nord, 60 Kinder, der Orffkreis Soltau (Leitung: Antje Struckmann, Soltau), das Bläserensemble des Kirchenbezirks Niedersachsen-Ost (Leitung: Eckart Wiewinner, Stelle bei Winsen/Luhe) und ein Flötenkreis (Leitung: Hanna Borchers, Farven) unter der Gesamtleitung von Sprengelkantorin Antje Ney (Hanstedt/Nordheide) darboten.
Am Nachmittag lud Pfarrer Christian Neddens (Brunsbrock) unter dem Thema „Ströme lebendigen Wassers“ die Festgemeinde ein, sich dem Strom lebendigen Wassers, der von Christus als Herrn und Retter ausgeht, auszusetzen und davon weiterzugeben. Die musikalischen Beiträgen legten diese Botschaft in eindringlicher Weise aus. Viele der gut 1.500 Besucherinnen und Besucher
zeigten sich an diesem fröhlichen Festtag tief bewegt.
Die organisatorische Verantwortung innerhalb des veranstaltenden Kirchenmusikalischen Arbeitskreises (KAS) im Sprengel Nord der SELK ging von Eduard Backeberg (Wriedel) auf Bernhard Kämpfert (Stellenfelde) über. Backeberg wurde unter Applaus vom KAS-Vorsitzenden, Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau), und der Gemeinde mit einem herzlichen Dank für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit verabschiedet.
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Ein Bericht von selk_news

Bericht vom Vater-Sohn-Wochenende 2008

Kniffeliges Stück für große Tonnen und kleine Eimer
Vater-Sohn-Wochenende im Kirchenbezirk Niedersachsen Süd

Flotwedel, 5.9.2008 – selk – Hoch Ben macht’s möglich: Bei schönstem Spätsommerwetter haben 25 Väter und Söhne am vergangenen Wochenende ihre Zelte auf dem Gelände des Strandbades der Samtgemeinde Flotwedel (bei Langlingen, Kreis Celle) an der Aller zu einem Vater-Sohn-Wochenende des Kirchenbezirks Niedersachsen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) aufgeschlagen.
Väter und Söhne unter sich – das birgt viele Chancen, das jeweilige Gegenüber anders und neu kennenzulernen, darüber waren sich die Teilnehmer einig. Zum dritten Mal hat Bezirkskantorin Ute Benhöfer (Hildesheim) mit einem Team der gastgebenden Gemeinde Lachendorf diese Freizeit (fast) ganz ohne Mädchen und Frauen organisiert.
Wichtige Eckpunkte dieser Veranstaltung sind: Andachten und Abschluss-Gottesdienst; Sport und/oder Werkeinheiten; positive Erfahrungen mit der Gottesgabe „Musik“ machen zu können; die so genannte „Männerzeit“, die Gelegenheit zu Gesprächen zu vorbereiteten Themen bietet.
Für die Andachten und den Abschlussgottesdienst hatte Superintendent Markus Müller biblische Texte zum Thema Wasser ausgewählt und mit pfiffigen Ideen spannend gestaltet. Besonders beeindruckend war eine Taschenlampenandacht am Wehr der Aller. Beim Rhythmusworkshop wurde nach der Devise: „Jeder kann mitmachen – Perfektion wird nicht angestrebt“ gearbeitet: Es ging in diesem Jahr auf Tonnen und Eimern zu Sache! Ute Benhöfer übte mit den Teilnehmern ein kniffeliges Stück für große Tonnen und kleine Eimer ein und außerdem einen Choral-Groove zum Choralvers „Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist“.
Ein Mitarbeiterteam aus der Gemeinde Lachendorf unter der Leitung von Lothar Niebuhr kümmerte sich bestens um das leibliche Wohl der Teilnehmer und um die Organisation vor Ort.
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Ein Bericht von selk_news