Bericht vom Bläserkonzert in Hannover

Musik im Stil der alten Meister
SELK: Gelungenes Konzert in der Bethlehemskirche Hannover

Hannover, 21.11.2011 – selk – Mit der überzeugenden Darbietung von Giovanni Gabrielis Canzon Septimi a 8 für zwei Bläserchöre nahm am gestrigen Abend eine „Bläsermusik zum Ewigkeitssonntag“ der Blechbläserinnen und Blechbläser der Bethlehemsgemeinde Hannover der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) einen strahlend-konzertanten Auftakt. Sofort wurde deutlich, dass die kirchenjahreszeitliche Prägung nicht durch getragen-melancholische Musik zur Geltung kommen sollte, sondern durch verheißungsvoll-mitreißende Werke: „Ewigkeitssonntag“ eben, nicht „Totensonntag“! Dass es aber zum Jubel ein Weg ist, wurde erlebbar in den in wechselnden Besetzungen vorgetragenen „Variationen über ein Thema von Edvard Grieg“ des zeitgenössischen Komponisten Volker Gwinner, die zunächst verhalten daherkommen, um sich am Ende aufzulösen in Jubeltrompeten.

In wechselnden Besetzungen agierten die im Programm namentlich aufgeführten 15 Musikerinnen und Musiker überhaupt, mal doppel-, dann sogar dreichörig von verschiedenen Plätzen der Bethlehemskirche aus, dann wieder vereint oder bei dem beschwingten Johann-Pezelius-Werk „Fünfstimmige blasende Musik“ als Quintett aus ihrer Mitte.

Der bekannte Choral „Nun danket alle Gott“ erschloss sich den Zuhörenden in der Bearbeitung von Sigfrid Karg-Elert als Pomposo e con brio für Bläser und Orgel, editiert und arrangiert von Wesley A. Day und gekonnt-kraftvoll zum Klingen gebracht, neu. Thomas Müller an der Orgel ließ die stakkatisch-spielerische Toccata in F-Dur aus der 5. Symphonie pour Orgue von Charles-Marie Wido als musikalisches Feuerwerk folgen.

Die Einbeziehung der Zuhörerschaft erfolgte nicht durch isolierte Liedeinheiten, sondern verwoben mit dem Konzertganzen: Sorgsam ausgesuchte Strophen aus vier Chorälen mit hochwertigen Vorspielen eingeleitet oder gar als Choralkantate gestaltet – das Hauptlied des Ewigkeitssonntags „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ in einer Bearbeitung von Friedrich Zipp – fügten sich überzeugend in das Programm ein.

Wolfgang Fleischer, bei dem die Gesamtleitung dieser rundum gelungenen „Musik im Stil der alten Meister“ lag, gab in drei kurzweiligen Wortbeiträgen ausgewählte Informationen zu einzelnen Komponisten und Hörhilfen zu einzelnen Arrangements. Der Abend mündete in zwei Gemeindestrophen aus dem Abendchoral „Mein schönste Zier und Kleinod bist / auf Erden du, Herr Jesu Christ“, ehe nach einer kurzen Verweildauer lang anhaltender Beifall aufkam. Mit zwei Strophen des Abendliedes „Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet“ in der Vertonung von Johann Sebastian Bach verabschiedete der Gesamtchor die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Bericht von der Musikfreizeit für 11-15-Jährige in Bremen

Bremen, 1.11.2011 – selk – 22 Jugendliche aus zahlreichen Gemeinden des Sprengels Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) trafen sich am vergangenen Wochenende in den Räumen der Bethlehemsgemeinde Bremen zu einer Musikfreizeit für 11- bis 15-Jährige. „Mit Jesus unterwegs – Geschichten rund um den See Genezareth“ war das Thema. Ihre Instrumente – die eigene Stimme, Geigen, Querflöten, Saxophon, Trompeten, Posaunen, Djembe und Schlagzeug – brachten sie in Rollenspielen, Instrumentalstücken, Liedern und  Psalmrap zum Klingen.

Kirchglieder der Bethlehemsgemeinde, Absolventen des Theologischen Fernkurses der SELK, gestalteten die Andachten, weitere Mitarbeitende führten sehr engagiert eigenständige Gruppenarbeiten durch oder sorgten für das leibliche Wohl der munteren Teilnehmerschar.

Nach dem von SELK-Ortspfarrer Eggert Klaer sorgfältig vorbereiteten, abwechslungsreich gestalteten und musikalisch reich gefüllten Gottesdienst klang die gemeinsame Zeit mit einem Mittagessen und dem gerne wahrgenommenen „shake hands“ aus.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Expertenrunde der Tastenspieler in Hermannsburg

Hermannsburg, 5.11.2011 – selk – Am Donnerstag trafen sich in der Großen Kreuzkirche der SELK in Hermannsburg die Kontaktpersonen für Tastenspielerinnen und Tastenspieler aus den drei Kirchenbezirken des Sprengels Nord der SELK zu einem Informations- und Planungsgespräch. Zunächst berichteten sie über Aktivitäten in den Gemeinden. Sprengelkantorin Antje Ney (Hanstedt/Nordheide) und Susanne Quellmalz (Königsee), Kantorin im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der SELK, gaben einen kurzen Rückblick auf die übergemeindlichen Veranstaltungen und eine Orgelexkursion im Raum Uelzen und berichteten über die Förderung von Tastenspielerinnen und Tastenspielern in den Gemeinden sowie über Unterrichtsangebote der kürzlich durchgeführten kirchenmusikalischen Fortbildungstage in Bleckmar.

Thematisiert wurden auch die Fragen, wie Tastenspielerinnen und Tastenspieler unterstützt und wie der Nachwuchs gefördert werden kann. Für die Planungen im Blick auf das kommende Jahr wurden gemeindliche Vorhaben und Wünsche an übergemeindliche Veranstaltungen benannt. Die Herausgabe eines Orgelkatasters und die Weiterführung des bereits begonnenen Orgelkalenders wurden empfohlen.

Zum Abschluss der Begegnung stellten sich die Mitwirkenden an der Schuke-Orgel gegenseitig für den praktischen Gebrauch gut geeignete Literatur vor.

Das nächste Treffen ist für den 27. Februar geplant.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Duo Himmelwärts: CD veröffentlicht

Duo Himmelwärts: „Suchen & Finden“
Binia Diepolder (SELK): CD-Wunsch verwirklicht

Hamburg, 21.9.2011 – selk – Binia Diepolder (Hamburg) ist nach eigenen Angaben „schon seit Ewigkeiten in der Jugendarbeit tätig“ – in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Aus deren Christusgemeinde in Lage/Lippe ist die freiberufliche Sängerin hervorgegangen. Gemeinsam mit Heidrose Batz (Piano) hat Binia Diepolder als „Duo Himmelwärts“ bereits zahlreiche Konzerte gegeben, auch in verschiedenen Gemeinden der SELK. Nun ist die erste CD des Duos erschienen: „Suchen & Finden“ konnte auf dem diesjährigen christlichen Bandfestival „Luther 500“ von freizeitfieber, dem Freizeitenservice des Jugendwerkes der SELK, in Wittenberg vorgestellt werden.

„Den Wunsch, eine CD mit meiner christlichen Musik zu machen, hatte ich schon sehr lange“, sagt Binia Diepolder: „Mit Heiderose Batz an meiner Seite und meinem eigenen Aufnahmestudio standen die Vorzeichen gut, das Projekt endlich in Angriff zu nehmen.“ Im Herbst 2010 begannen die Aufnahmen. Das Duo entschied sich, nicht nur Klavier und Gesang aufzunehmen, sondern auch einige Songs mit zweiter Stimme und weiteren Instrumenten auszustatten, um ein noch intensiveres Hörerlebnis zu schaffen. Im Frühjahr waren die Songs soweit fertig, dass sie gemischt und gemastert werden konnten. Diese Aufgabe übernahm Philipp Kraus. Auf der CD sind alle aus den Konzerten des Duos bekannten Lieder zu hören, die Texte können im Booklet mit- und nachgelesen werden. Hörproben sind unter www.myspace.com/Duohimmelwaerts abrufbar.

Die CD kann zum Stückpreis von 12 Euro (plus 3 Euro Versand) direkt bei Binia Diepolder telefonisch (0174-3746256) oder per E-Mail (Binia-Diepolder[ät]web.de) bestellt werden.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Kinderbibeltage in Balhorn

Altbischof bittet Kinder um Predigtunterstützung
Kinderbibeltage in Balhorn

Bad Emstal-Balhorn, 5.10.2011 – selk– „Ich bin ein Bibelentdecker“: Diese Worte singend zogen am Sonntag, 25. September, die Kinder der Balhorner Kinderbibeltage, die von der örtlichen Kirchengemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) veranstaltet wurde, in die Kirche ein. Unter dem Motto „Auf den Spuren von Elia“ hatten die 24 Kinder drei Tage lang biblische Geschichten über Elia gehört und gesehen: mit biblischen Erzählfiguren, als kleines Theaterstück der Mitarbeiterinnen, in den Liedern. Gemeinsam waren Raben gebastelt – weil Raben Elia in der Wüste versorgt haben –, Wanderstöcke geschnitzt – weil Elia so viel unterwegs war, meist auf der Flucht – und das Brot der Witwe von Zarpat nachgebacken worden. Viel Spaß hatten die Kinder auch an einer Dorf- und Elia-Rallye sowie am Suchen von Fußspuren. Und über alle Entdeckungen und Erfahrungen fanden viele Gespräche statt.

Im gut besuchten Gottesdienst konnte die Gemeinde die Ergebnisse dieser spannenden Tage sehen und hören. In einem kurzen Anspiel und Liedern berichteten die Kinder von Elias Ängsten und Zweifeln und davon, wie Gott doch immer bei ihm war. Altbischof Dr. Diethardt Roth (Melsungen) bat die Kinder um Unterstützung bei seiner Predigt: Gemeinsam erzählten sie der Gemeinde Elias Geschichte, deren Stationen auch auf einer Leinwand für alle sichtbar wurden.

Die Kinder und das Team um Sprengelkantorin Nadine Vollmar (Niedenstein) erhielten wohlverdienten, kräftigen Applaus.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Festgottesdienst mit Bezirkssängerfest in Klitten

Weihe des Gemeindehauses der Johannesgemeinde in Klitten
SELK: Festgottesdienst mit Bezirkssängerfest

Klitten, 17.10.2011 – selk – Bei strahlendem Herbstwetter feierte die St. Johannesgemeinde Klitten der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am gestrigen Sonntag mit zahlreichen Gästen die Weihe ihres neu erbauten Gemeindehauses. Ein Chor von 50 Sängerinnen und Sängern aus vier Gemeinden des Kirchenbezirkes Lausitz der SELK gestaltete im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Bezirkssängerfestes den Gottesdienst mit reichhaltiger Kirchenmusik. Propst Gert Kelter (Görlitz) ermunterte in seiner Festpredigt die etwa 250 Gottesdienstteilnehmenden zu fröhlichem und getrostem Glauben.

Während der Geistlichen Musik am Nachmittag wurde die Weihe des Gemeindehauses vollzogen. Ein lichter Gemeindesaal mit 160 m² und intelligent angegliederten Funktionsräumen wurde in knapp einem Jahr zwischen Kirche und 1993 neu erbautem Pfarrhaus errichtet. Superintendent Michael Voigt (Weigersdorf) betonte in seinem Dank: Weil die Gemeinde erhebliche Eigenleistungen erbrachte, ein Viertel der Bausumme als Drittmittel einwarb und zudem bislang selbst mehr als ein Drittel der Bausumme spendete, kann man sich über den Segen, der mit dem Gemeindehaus in die Gemeinde gekommen ist, aus ganzem Herzen freuen.

Das ganze Fest stand unter dem Leitgedanken aus der Epistel des Sonntags: „Wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“ (Römer 10, 9). Kirchenmusikalischer Höhepunkt des Bezirkssängerfestes war ohne Zweifel die Buxtehude-Kantate „Alles, was ihr tut“. Sie wurde von einem jungen Streicherensemble aus dem Kirchenbezirk und dem Organisten der St. Johannesgemeinde, Christoph Rehle, am Orgelpositiv begleitet, und souverän und frisch von Ulrich Schroeder (Dresden) dirigiert, bei dem die Vorbereitung und Gesamtleitung des gelungenen Bezirkssängerfestes lag.
——————–
Ein Bericht von selk_news

25 Jahre Bläsergruppe Hessen-Süd

Jubiläumskonzert in Dreihausen
SELK: 25 Jahre Bläsergruppe Hessen-Süd

Ebsdorfergrund-Dreihausen, 19.10.2011 – selk – Ein Vierteljahrhundert Bläsermusik zum Lob und zur Ehre Gottes: Die Bläsergruppe Hessen-Süd im Sprengel Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) feierte am 9. Oktober mit einem Jubiläumskonzert in der SELK-Kirche in Dreihausen ihr 25-jähriges Bestehen.

1986 wurde die Bläsergruppe vom damaligen Marburger Gemeindepfarrer Johannes Rehr gegründet. Nach Rehr folgten Pfarrer Johannes Ulrich (Jones) Schiller, der Theologiestudent Thorsten Mebus, die studierte Posaunistin Karin Schiller sowie der studierte Musiker und Theologiestudent Roland Johannes als Leiter der Bläsergruppe. Im vergangenen Herbst übernahm Martin Herrmann, studierter Posaunist aus Frankfurt/Main, den Dirigentenstab. In den vergangenen 25 Jahren musizierte die Bläsergruppe auf Kirchenmusikfesten auf Sprengel- und Bezirksebene und bei Konzerten in den Gemeinden der Kirchenbezirke Hessen-Süd und Hessen-Nord der SELK.

In der mit rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörern gefüllten Kirche in Dreihausen begeisterte das Ensemble mit Bläsermusik aus mehreren Epochen. Neben Stücken von Johann Sebastian Bach und Giovanni Gabrieli wurden auch Kompositionen von Traugott Fünfgeld, Anne Weckesser und vielen anderen zu Gehör gebracht. An der Orgel begleitete Doris Rudzinski (Allendorf/Lumda) die Bläsergruppe und die Gemeindelieder. Den liturgischen Teil des Konzertes hatte Pfarrer André Stolper (Dreihausen) übernommen.

Posaunenobmann Martin Schima (Altenstadt/Höchst) verlas Grußworte der ehemaligen Chorleiter und blickte in einer kurzweiligen Ansprache auf die letzten 25 Jahre zurück. Superintendent Michael Zettler (Frankfurt/Main) grüßte im Namen der beiden Kirchenbezirke die aktiven und ehemaligen Mitglieder der Bläsergruppe. Beim anschließenden Umtrunk in den Gemeinderäumen ließ man das Konzert und die vergangenen Jahre Revue passieren.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Musical „Jona“ als Höhepunkt der Kindersingwoche in Weigersdorf

SELK: Fast so voll wie sonst zu Weihnachten
Musical „Jona“ als Höhepunkt der Kindersingwoche in Weigersdorf

Hohendubrau-Weigersdorf, 21.10.2011 – selk – „Ist hier denn schon Weihnachten!?“ Dieser spontane Ausruf eines Gastes gibt wieder, was spät kommende Besucherinnen und Besucher gestern bei ihrer Suche nach einem freien Platz in der Kirche der St. Trinitatisgemeinde in Weigersdorf empfunden haben mögen. Das Musical Jona mit dem bekannten Text des emeritierten Professors für Praktische Theologie und Dichters Klaus-Peter Hertzsch (Jena), komponiert von Detlef Schoener, wurde in der Weigersdorfer Kirche aufgeführt und hatte vor allem viele Familien aus dem Ort und der näheren Umgebung angezogen. Die über 40 Kinder der mit dem Musical zu Ende gehenden Kindersingwoche in Weigersdorf waren bestens präpariert und sangen und spielten unter der Leitung von Kantorin Katharina Hänel (Hohendubrau-Dauban) die in wunderschöne Reime gefasste biblische Geschichte von Jona, dem Propheten, der zuerst nicht nach Ninive aufbrechen wollte, um die Menschen dort vor Gottes Gericht zu warnen, dann aber von Gott doch dazu gebracht wird.

Die Sprechertexte wurden vom Görlitzer Schauspieler und Hochschullehrer Stefan Bley eindrucksvoll rezitiert. Kulissen, von den Kindern und ihren Helferinnen und Helfern kunstvoll gefertigt; ein Ruderboot und ein schnell wachsender und wieder vergehender Rizinus vervollständigten das Verkündigungsspiel. Und am Ende hörten alle Besucherinnen und Besucher die frohe Kunde, dass Gott Menschen lieber zur Umkehr ruft und sie rettet – als sie dem Verderben anheim zu geben.

Weitere Musikdarbietungen der Kinder vervollständigten das Programm des Konzertes, mit dem die Kindersingwoche zu Ende ging.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Lutherische Bläsergruppe auf Norderney

Konzertprogramm mit gelungener Mischung

Norderney, 19.7.2009 – selk – Die alle 2 Jahre stattfindende Sommerfahrt der Lutherischen Bläsergruppe führte in diesem Jahr gut 20 Bläserinnen und Bläser auf die Nordseeinsel Norderney. Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Knake (Lage/Lippe) bestimmte das Einstudieren eines neuen musikalischen Programms den Inselaufenthalt des Bezirkschores im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Die Bläserinnen und Bläser gestalteten auch einen Gottesdienst in der Inselkirche mit und brachten ihr Programm bei einem Kurkonzert im Kurpark vor vielen Zuhörenden zu Gehör. Die örtliche Presse (Norderneyer Morgen) berichtete darüber unter besonderem Hinweis auf die gelungene Mischung des Programms aus geistlicher und moderner Bläsermusik. Neben Werken von Johann Sebastian Bach war das Programm wesentlich bestimmt durch – zum Teil christliche – Popularmusik des zeitgenössischen Komponisten Michael Schütz.
Andachten unter Leitung von Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau) bildeten den geistlichen Rahmen der gemeinsamen Tage, an denen auch Sport, Baden und andere gemeinschaftsfördernde Aktivitäten auf dem Programm standen.

Die Lutherische Bläsergruppe musiziert Teile des auf Norderney einstudierten Programms am 22. August in Bückeburg auf Einladung der Schaumburg-Lippischen Landeskirche bei deren 450-jährigem Jubiläum und gestaltet am 27. September das Kirchenmusikfest des SELK-Kirchenbezirks Niedersachsen-Süd in der Celler Stadtkirche mit.
——————–
Ein Bericht von selk_news

Bericht vom Posaunenfest 2009 in Krelingen

Gegenwartsbezogen und ausgesprochen kurzweilig

Krelingen (bei Walsrode), 14.6.2009 – selk – Mit dem gekonnt musizierten festlichen “Einzug” des zeitgenössischen Komponisten Traugott Fünfgeld (* 1971) wurde am Vormittag das Posaunenfest des Sprengels Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Krelingen (bei Walsrode) eröffnet. Die Vormittagsveranstaltung fand ihren Abschluss in dem strahlenden Finale “Komm Gott Schöpfer”, komponiert und bearbeitet von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Georg Philipp Telemann (1681-1767). Der Gesamtchor der rund 300 Bläserinnen und Bläser unter Leitung von Wolfgang Knake (Lage) rahmte damit einen liturgisch umsichtig geplanten und kirchenmusikalisch sorgfältig vorbereiteten Gottesdienst, der durch die Mitwirkung der Kantorei “Capella Nova” aus dem Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der SELK eine zusätzliche kirchenmusikalische Bereicherung erfuhr. Die “Capella” gestaltete Teile der Liturgie und antwortete auf die Predigt zum Stichwort “Liebe” überzeugend mit dem “Ubi caritas” (Wo Güte und Liebe ist, da ist Gott.”) des zeitgenössischen Komponisten Rihards Cubra (* 1964), einer überaus hörenswerten Anleihe aus der lettischen Kirchenmusik.

In seiner Predigt thematisierte Pastor Dr. Peter Söllner (Celle) das Stichwort “Liebe” und entfaltete in gegenwartsbezogener und ausgesprochen kurzweiliger Art Aspekte der Liebe Gottes wie auch der Liebe unter Menschen. Dabei wehrte er einerseits ein oberflächliches Verständnis des “lieben Gottes” nach Art der “Hundebesitzerbeschwichtigungen” – “Der tut nichts! Der tut nichts! Der ist ganz lieb!” – ab und setzte dagegen, dass Gott Menschen mitunter durchaus “heilsam aus der Bahn werfen” und gegen die vielerlei Ungerechtigkeiten in der Welt helfen könne. Gottes Liebe entspringe seinem eigenen Willen, nicht “Single” zu bleiben, sondern sich der Menschen rettend und helfend anzunehmen. Diese Liebe zeige sich zugespitzt darin, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus zur Versöhnung zu den Menschen geschickt hat, um lebenswertes Leben im Horizont Gottes zu ermöglichen. Das Erkennen solcher Liebe leite an zu eigener Versöhnungsbereitschaft und Liebe, wie der promovierte Theologe im Blick auf die Liebe zwischen Ehepartnern und – dem Anlass angemessen – der Liebe zur Musik konkretisierte.

Neben der facettenreichen Ausgestaltung der Gemeindechoräle durch die Bläserinnen und Bläser erlebten die zahlreichen Gäste in der gut besetzten Glaubenshalle des Geistlichen Rüstzentrums mit der Darbietung der “Telemann-Suite” – Air, Tranquillo und Con spirito – von Georg Philipp Telemann einen besonderen musikalischen Höhepunkt. Dass zu dem der SELK geschenkten kirchenmusikalischen Reichtum nicht nur die hohe Qualität des Musizierens, sondern auch das kompositorische Schaffen gehört, wurde im Programm daran deutlich, dass sich unter den Werkangaben die Namen von Kirchenmusikern aus den Reihen der SELK fanden: Otto Kaufmann (* 1927), Hermann Otto (* 1934) und Carsten Krüger (* 1978). Letzterer war als Dirigent der Capella Nova und des Teilchores mit Bläserinnen und Bläsern aus dem Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd auch aktiv an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt.

Im Rahmen der Abkündigungen verabschiedete Propst Johannes Rehr (Bad Essen-Rabber) den ausscheidenden Vorsitzenden des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises im Sprengel Nord, Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau), und würdigte dessen sechsjährigen Tätigkeit im Vorsitz des Gremiums, wozu unter anderem auch vielfältige Vorbereitungen der Sprengelmusikfeste gehörte hätten, positiv und dankbar. Struckmanns Nachfolger ist Pfarrer Wolfgang Schmidt (Hamburg).
Am Nachmittag wurde das Sprengelposaunenfest mit einer Geistlichen Musik fortgesetzt und abgerundet.

Sponsor stiftet 50 Mundstücke

Krelingen (bei Walsrode), 14.6.2009 – selk – In der Glaubenshalle des Geistlichen Rüstzentrums in Krelingen (http://www.grz-krelingen.de) fand am heutigen Sonntag das Posaunenfest des Sprengels Nord der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) statt. Nach dem festlichen Gottesdienst am Vormittag (selk_news berichtete) fand die Veranstaltung mit der Geistlichen Musik am Nachmittag ihren Abschluss.

Nachdem am Vormittag der bisherige Vorsitzende des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises im Sprengel Nord der SELK, Pfarrer a.D. Marc Struckmann (Soltau) verabschiedet worden war, übernahm dessen Nachfolger, Pfarrer Wolfgang Schmidt (Hamburg), mit der Nachmittagsfeier direkt den Staffelstab und stellte sich in der Begrüßung als neuer Vorsitzender vor. Pastor Martin Westerheide, der Leiter des Geistlichen Rüstzentrums, wandte sich in einem Grußwort an die Festgemeinde und meinte mit Bezug auf die alttestamentliche Geschichte, in der mit Posaunenklängen um Jericho ziehende Priester den Fall der Stadtmauer bewirken, augenzwinkernd, er sei froh, dass die Bläserinnen und Bläser nicht um die Glaubenshalle herumziehen, sondern in ihr musizieren würden.

Als Gesamtchor und in Teilgruppen nach Kirchenbezirken musizierten die rund 300 Bläserinnen und Bläser ein anspruchsvolles – überwiegend zeitgenössisches – Instrumentalprogramm und gestalteten verschiedene Gemeindelieder musikalisch aus. Neben Wolfgang Knake (Lage) in der Gesamtleitung und in der Leitung der im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd beheimateten Lutherischen Bläsergruppe waren als Leiter der Teilgruppen Carsten Möller (Hohenzethen | Niedersachsen-Ost), Wilhelm Ebeling (Jaderberg | Niedersachsen-West) und Carsten Krüger (Bremen | Niedersachsen-Süd) beteiligt.

Die Worte zum Thema sprach Pfarrer Johannes Schröter (Kiel) und entfaltete in drei Beiträgen den Dreiklang des Nachmittagsmottos “Christus – Quelle, Brot und Licht”. Dabei betonte er die Einzigartigkeit der Quelle “Christus”, die auf Ewigkeit hin angelegt sei, hob zum Brotwort die sich von Anfang der Schöpfung an zeigende versorgende Art Gottes hervor, die sich im sakramentalen Brot des Abendmahls verdichte, und stellte der Erfahrung von Finsternis Christus als das Licht gegenüber, das Leben ermögliche, im persönlichen Leben ebenso wie im kirchlich-gemeindlichen.

Die Teilgruppen der drei Kirchenbezirke griffen die drei Motive des Themas auf und gestalteten jeweils einen Block mit Instrumentalstücken, zunächst die Gruppe Niedersachsen-Süd mit rhythmisch sehr anspruchsvollen Werken zum Motiv der Quelle. Es folgte die Gruppe Niedersachsen-Ost, die gerahmt von einer Intrade von Johann Hermann Schein (1586-1630) und der Choralfantasie “Lobet den Herren, allen die ihn ehren” von Markus Leidenberger (* 1958) einzelne Strophen aus drei Christuschorälen interpretierte. Die Gruppe Niedersachsen-West begann mit dem bekannten Voluntary von John Stanley (1713-1786) und schloss mit dem gospelmäßigen Praise-Medley “Jesus, dein Licht” von Hans-Joachim Eißler (* 1972).

Nachdem am Vormittag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Michaelis-Gemeinde Kalletal-Talle für den Kindergottesdienst gesorgt hatten, war dafür am Nachmittag ein Team der Dreieinigkeitsgemeinde Bad Essen-Rabber verantwortlich. Deren Gemeindepfarrer, Propst Johannes Rehr, hatte im Vorfeld die Firma Musik Produktiv (Ibbenbüren | http://www.musik-produktiv.de) als Sponsor gewonnen und für den Einsatz im Kindergottesdienst des Sprengelfestes 50 Mundstücke für Blechblasinstrumente erhalten. Diese Grundausstattung ließ aus dem Kindergottesdienst ein kleines Kinder-Posaunenfest werden, das am Ende gar zu einer Darbietung führte: Nach der Nachmittagsveranstaltung wurden die Erwachsenen vor der Halle von singenden und musizierenden Kindern mit dem Choralmotiv “Ein feste Burg ist unser Gott” empfangen.
——————–
Berichte von selk_news